In der Kurzandacht heute morgen las ich die ersten neun Verse aus dem 31. Psalm:
1 ”Ein Psalm Davids, vorzusingen.”
2 HERR, auf dich traue ich, / lass mich nimmermehr zuschanden werden, errette mich durch deine Gerechtigkeit!
3 Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!
4 Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.
5 Du wollest mich aus dem Netze ziehen, / das sie mir heimlich stellten; denn du bist meine Stärke.
6 In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.
7 Ich hasse, die sich halten an nichtige Götzen; ich aber hoffe auf den HERRN.
8 Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, dass du mein Elend ansiehst und nimmst dich meiner an in Not
9 und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum.
Dazu machte ich mir die folgenden Gedanken:
David singt in seinem Psalm hier davon, dass Gott ihn in Händen hä lt und ihm damit Geborgenheit schenkt.
Ich habe mir überlegt, dass David hier Vergleiche zieht, die ihm bekannt und geläufig sind. Wie würde dieser Psalm wohl heute klingen? „Fels“ und „Burg“ sind uns zwar auch heute noch bekannt, wir verbinden sie aber meistens mit Bergen und Ruinen. Wer von uns wohnt denn schon in einer Burg?
Vielleicht würde der Psalmsänger heute Begriffe aus der Computertechnik verwenden: Vers 4 könnte dann lauten: Denn du bist mein Proxy-Server und meine Firewall, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen. Und Vers 5: Du wirst verhindern, dass sie mir heimlich Trojaner einschleusen, denn du bist mein mächtiges Antivirenprogramm.
Auch Jesus hat seine Gleichnisse in der Sprache erzählt, die seine Zuhörer verstehen konnten. Vieles davon ist aber auch heute noch gültig: Sehen wir uns nur das Gleichnis vom verlorenen Sohn an: (Lk 15,11-28) Damals wie heute dreht sich vieles ums „liebe“ Geld. Und wie dieser Sohn ist ein Vermögen schnell verprasst. Heute würde er vielleicht nicht mehr Schweine hüten müssen und fast verhungern. Aber so elend wie er kann sich auch heute noch ein Mensch fühlen, wenn er von allen gemieden und ausgestossen wird.
Wir dürfen dankbar sein, dass wir unseren grossen und allmächtigen Gott kennen, der auch unsere Technik besser kennt als wir selber, der unsere Schwächen nicht verurteilt, sondern uns aufrichtet und trägt. Jesus Christus – unser Erlöser – begleitet uns jeden Augenblick unseres Tages. Er ist immer online…